Das Club-Newsletterle und der beleidigte Millionär - Newsletterle vom 27.04.2016

Liebe Club-Freunde und -innen,

diesen Freitag und Samstag widmet sich der Club voll und ganz der Live-Musik.

Nach dem grandiosen Erfolg unserer Friday-Night-Disco-Fever-Reihe gibt es am Freitag ab 20 h die besten Live-Aufnahmen der Rockgeschichte zu hören. Unser Club-Event-Manager CEM (Nicht-Özdemir) wird in Zusammenarbeit mit dem Chef des Club-Schallarchivs (CCSA) die wertvollsten Pretiosen dieses Genres aus dem Dunkel der Jahrzehnte lupfen. Wer kennt sie nicht, die legendären Live-Versionen von Get Ready (Rare Earth), American Woman (Guess Who), So Into You (Atlanta Rhythm Section) und vielen anderen? Bezaubernde Reminiszenzen an längst ver- klungene, aber unvergessene Konzerte, deren Aufzeichnungen sich immer noch ins Ohr schmiegen und für nostalgisches Feeling sorgen, entzücken den Club-Gast, der sich in heimeliger Umgebung für ein paar schöne Stunden dem arktischen Frühling entziehen möchte.

Nach einer kurzen Nacht stehen am Samstag zur Walpurgisnacht Fab & The Chunk Funk Connection bereit für ihr Debut im Club. "Everything we play gonna be funky" sagt Fab, der Rapper am Mikro. Das Quintett bietet Salsa und Reggae, Ska und Funk, Rap und Hip-Hop der feinsten Art. Das klingt nach Schwof und Hüftzucken und geht ab wie Schmitts Katze. Muskelkater bei der Maiwanderung inbegriffen. Muss man gesehen und gehört haben. Das einzigartige und mega-engagierte Club-Team erwartet euch ab 20 h und um 20:15 h sind die Sitzplätze wie immer weg.....

Und was gibt's sonst noch Neues? Buuääääh.... Unser dreijähriger Millionär Graf Prolet von den Lerchenäckern ist beleidigt mit unserem gewählten Stadtparlament, also mit den Backnanger Bürgern, weil er sein Amviehtheater nicht bauen darf und auch noch seinen nicht genehmigten Sandhaufen mit dem Schäufelchen wieder wegbaggern muss. So geht es halt, wenn man ein ungezogener Bub ist. Früher gab's für den kleinen Delin- quenten noch eine Tracht Prügel obendrauf zur bleibenden Erinnerung und Verhinderung des Wiederholungsfalls. Das macht unser Stadtparlament aber nicht, weil es sich zu benehmen weiß. Offensichtlich hat der erzürnte Bub die Schnauze voll und nun seinen Sandkasten an Orientale verkauft. Es wird kolportiert dass, die Villa Breuninger zum muslimischen Gotteshaus umgebaut werden soll und alsbald anstelle von konzertanten Klängen aus dem Amviehtheater der Ruf des Muezzin über das liebliche Murrtal erschallen wird. Folgerichtig kommt Leben nach Backnang: statt Krämermarkt wird hoffentlich ein lebendiger, bunter orientalischer Basar auf der Bleichweise veranstaltet. Statt Kittelschurz und Dapphendschich gibt's dann Burka und Henna und mehr Kulinarisches. Endlich eine Attraktion im wahrsten Sinne des Wortes. Es bleibt spannend in Baklava.... äh Backana. Nun wächst Pflanz' und sprosst und Tier kriecht, wuselt, trabt oder stampft, schwimmt oder fliegt im unbändigen Bestreben nach Reproduktion und dient damit letztlich der Evolution seiner Art. Dieser wunderbare Kreislauf ist das, was unsere Welt einzigartig macht, denn die Wahrscheinlichkeit, dass es so ein Paradies noch einmal gibt irgendwo in allen Galaxien und Universen ist gleich null. Diese absolut gesicherte Tatsache sollte uns tagtäglich bewusst sein, wenn wir einfach so, Stubenfliegen erschlagen oder zerquetschen oder Ameisen oder oder. Alle diese Lesewesen sind einzigartige Exemplare einer Jahrmillionen oder gar Jahr- milliarden langen Entwicklung. Jedes von ihnen verdient unseren Schutz und im Falle von Spinnen etc. zumindest unseren Respekt.

Vor dem Zerstören dieser wundervollen Kreaturen muss uns dieses Dilemma ins Bewusstsein treten. Vor dem Mord (Töten aus niedrigem Beweggrund) einfach innehalten und überlegen, ob die Zerstörung dieses Lebewesens einem homo sapiens (wissenden Mensch) zusteht. Das Newsletterle für seinen Teil ist zu der Überzeugung gelangt, dass das vorsätzliche, vielfach aber auch nur gedankenlose Töten von Tieren und Pflanzen für einen halbwegs gebildeten Menschen unerträglich sein sollte oder zukünftig werden muss. Tiere und Pflanzen sind Lebewesen und haben Sensoren für vieles, was uns noch nicht bekannt ist, für allerlei Energie, die wir noch nicht kennen. Versuch' doch mit Tieren oder Pflanzen zu sprechen, wenn sie Dich ärgern. Sie registrieren die Energie der Schallwellen und "hören zu". Sie antworten sicher auch, aber halt in einem Wellenbereich, mit dem wir nichts anfangen können. Wir verstehen also nichts. Und das ist ein Grundproblem unserer Spezies. Wenn der Empfänger die Signale des Senders nicht versteht, dann haut er ihm eine in die Fresse. Das nennt man adäquate Reaktion oder ein freundschaftliches Angebot für eine körperliche Diskussion. Wie in der Steinzeit. So werden aus niedrigem Beweggrund Tiere erschlagen und Pflanzen gerupft. Ein Moskito wird vom Menschen in der Regel nicht grundlos gemeuchelt. Er saugt Blut und die Zapfstelle juckt. Das kann für uns bedrohlich sein und es ist natürlicher Selbsterhaltungstrieb, eine Infektion mit gefährlichen Erregern zu vemeiden. Davon ist hier nicht die Rede. Eine Stubenfliege ist sicherlich auch Überträger von Krankheiten, aber halt nicht über die Blutbahn. Sie krabbelt über Hundescheiße und dann über unser Vesperbrot und stärkt damit unser Immunsystem. Das wollen wir doch. Oder?

Das Newsletterle erhalten pro Ausgabe ca. 250 Empfänger. Wenn jeder einmal am Tag ein Insekt nicht umbringt, dann sind das im Jahr fast 100.000 Leben, die unseren Planet nicht vorzeitig verlassen müssen. Und jeder Club-Newsletterle-Leser hat seinen Teil dazu beigetragen, dass menschliches Verhalten tierisch gut ankommt. Die Newsletterle-Redaktion hält nichts von Kettenbriefen, aber wenn 200.00 Leben gerettet werden können, wenn das Neesletterle weitergleitet wird, dann ist das kein Fehler. Also erst überlegen und dann die Fliegenklatsche wegschmeißen... Zoologischen und botanischen Dank.

Übrigens: Wo sind die Bienen? So. Nun wird es Zeit zur Post zu gehen und die Briefmarken aufs Newsletterle zu kleben, damit es doch noch rechtzeitig ankommt... Dieses Newsletterle liest sich am besten auf zwei Mal, weil es doch wieder recht lang geworden ist und der Chef merken könnte, dass es sich um private Post handelt.

Euer Club-Newsletterle P.S. Nächste Woche ist die Redaktion auf Bildungsreise im vorderen Orient (Österreich). Es könnte daher sein, dass das Newsletterle eine Ausfallerscheinung hat. Spätestens in der übernächsten Woche ist es aber wieder in alter Frische in eurem Briefkasten....
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