Der Dreck bei der Adolff-Villa muss weg... - Newsletterle vom 08.11.2018

...aber wieviel, weiß immer noch keiner. 2015 sollen es 22000 m³ von 40000 m³ gewesen sein, die zu viel aufgeschüttet wurden. Nun ist die Rede von 10000 m³ oder 5000 oder bloß 2000 oder gar nur 1700 je nach Qualität des zu viel aufgeschütteten Drecks. In jedem Fall handelt es sich laut Bauherrenerzeuger Hermann I. von den Lerchenäckern um "nur ein paar Schaufeln". Sicher ist allerdings, dass der Dreck nicht von allein zur Adolff-Villa kam, sondern, dass mehrere tausend LKW-Fuhren gebraucht wurden. Ca. 200 Meter von der Baustelle entfernt an der Eugen-Adolff-Straße stand lange Zeit die Feinstaub-Messanlage. Es steht zu vermuten, dass die Luft in Backnang gerade durch die LKW-An- und abfahrten nachhaltig geschädigt wurde und unser Städtle deshalb aktuell zu den vierzehn dreckigsten Städten Deutschlands zählt: von der Murr-Metropole zur "Dirty Town". Und dicke Luft und Kommunikations-Nebelschwaden scheinen sich in Backnang hartnäckig zu halten, in und um das Rathaus sogar über Jahre, besonders wenn es um Bauvorhaben geht. Umweltprobleme haben in Backnang eine Jahrhunderte alte Tradition. Man erinnere sich an die Siebziger des vorigen Jahrhunderts als die Murr einer der purpurnen Flüsse war, so gefärbt vom Brom und Chrom der Gerbereiabwässer, und wie sich an den Wehren lustige Seifenschaumtürme aufbauten, die im Sonnenschein tanzten und glitzerten. Die Fische waren so begeistert, dass sie meistens mit dem Bauch nach oben herum schwammen. Es wird kolportiert, dass die Fische dabei nicht nach Luft schnappten, wie zu vermuten wäre, sondern gesungen haben "Aufm Wasa graset d'Hasa ond em Wasser gombet d'Fisch". Bunte Wasser, herumtollende Fische und würziger Chemieduft: Welch ein Gesamtkunstwerk!

Wer seit Geburt in Dirty Town lebt und es ins Rentenalter schafft, muss dennoch damit rechnen, dass er auf der Sondermülldeponie die letzte Ruhe findet. 10000, 5000, 2000, 1700 m³.... Den Bauherren und seinen Erzeuger kümmert die Umwelt anscheinend nicht. Zu den 50.000 € Bußgeld hätte man dem Bauherrn Prinz Marcus von den Lerchenäckern noch zur Auflage machen sollen, dass er "die paar Schaufeln" Dreck mit dem Schubkarren aufladen und wegfahren muss, damit die Backnanger Luft nicht noch weiter leidet. Dabei hat er dann genügend Zeit, sich Gedanken zu machen, wo das projektierte Amphitheater mit guter Verkehrsanbindung, ausreichend Parkplätzen und Abstand zu Wohngebieten stehen könnte. Die Cocker-Wiese hinter dem Freibad könnte so ein Plätzle sein, wenn, ja wenn es heute keinen Naturschutz gäbe. Es bleibt spannend in Dirty Town und vielleicht sollte der Club zukünftig DTMC heißen (Dirty Town Music Club).....

An diesem Samstag werden die Club-Gäste von der B.Band mit akustischen Leckerbissen verwöhnt. Die B.Band ist in Dirty Town zuhause und seit 2011 nun zum siebten Mal im "Dirty Town Music Club" zu Gast. Die Band bringt bekanntes Liedgut aus fünf Jahrzehnten zu Gehör. Die Songauswahl ist abwechslungsreich und reicht von eingängiger Pop-Musik hin zu Hardrock-Klassikern von ZZ Top. "Radar Love" à la B.Band allein ist schon den Weg in den DTMC wert. Es ist also für jeden etwas dabei.... Die B.Band läuft mit folgender Aufstellung auf (v.l.n.r. auf dem beiliegenden Bild): Dieter Müller, Vocals, Bass; Carmen Masuzzo, Vocals, Percussion; Bernd Wohlfarth, Vocals, Guitars, Percusson; Kurt Hägele, Guitars; Reiner Weyl, Drums, Percussion. Neu dabei und noch nicht auf dem Bild: Andreas Schmitz: Drums, Percussion.

Also dann, wir sehen uns beim Konzert der B.Band im DTMC

am Samstag, den 10.11.18 - Einlass ab 21 h - Konzertbeginn: 21:30 h - Eintritt frei (Hut geht rum)

Euer Club-Team
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